Vorträge

Impulsvortrag:

 

„Handeln statt schweigen“

 

„Trauernde Kinder im Blick haben und gut begleiten – ohne Überforderung“

 

Referentin: Gundula Göbel, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin

1. Vortrag 

 

„Was, wenn Trauern Heilung ist?

 

In unserer Trauerkultur macht der Tod nicht nur traurig, sondern auch einsam, da wir es alle nicht gelernt haben, mit der Trauer umzugehen. Der eigene Trauerprozess wird zusätzlich und deutlich erschwert. Doch wenn ein trauernder Mensch beschließt, sich von einem Schicksalsschlag nicht zugrunde richten zu lassen, sondern aus seiner Verarbeitung gestärkt hervorzugehen, dann ist diese Entscheidung die beste Voraussetzung für Wachstum und Heilung auf verschiedensten Ebenen.

In diesem Vortrag möchten wir über unsere Erfahrungen mit Tausenden Trauernden berichten. Wir möchten zudem vorstellen, wie ein mapapu (ein aus der Kleidung des Verstorbenen genähtes Kuscheltier) im Trauerprozess hilft. Weiter präsentieren wir die Hilfsangebote der Trost-Helden, der Spezialisten für Trost-Partner-Vermittlung.

 

Referent: Hendrik Lind, Trost-Helden, mapapu

2. Vortrag   

 

Mit dem Tod leben
kindzentrierte Familienbegleitung

 

Wenn ein Familienmitglied stirbt, dann sind alle betroffen. Kinder erleben Sterben, Tod und Trauer anders, ein Kleinkind noch einmal anders als ein Jugendlicher. Es ist nicht einfach, sie alle zu begleiten und ihnen allen gerecht zu werden.

In dem Vortrag werden anhand von Beispielen Möglichkeiten eines familienorientierten Arbeitens in der Sterbe- und Trauerbegleitung dargestellt. Insbesondere wird auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse über Kinder als Angehörige sowie über Elternschaft Bezug genommen. Außerdem werden Anregungen gegeben, wie man mit den nicht selten belastenden eigenen Empfindungen im Umgang mit Familienangehörigen umgehen kann.

Fragen und Praxisbeispiele der Teilnehmenden sind willkommen.

 

Referentin: Dr. med. Miriam Haagen

3. Vortrag

 

Hinschauen statt wegsehen – Trauernde Kinder nicht allein lassen!

 

Wir lieben unsere Kinder! Wir möchten sie beschützen und wünschen ihnen alles Gute und Schöne. Sterben, Tod und Trauer gehören nicht in unsere Vorstellung von einer behüteten Kindheit. Aber wenn ein geliebter Mensch stirbt, brauchen auch Kinder die Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Trauern hilft, mit dem Tod und dem Verlust umzugehen und mit einer liebevollen Erinnerungswelt weiter zu leben. Kinder brauchen ehrliche Antworten und Informationen zu den Geschehnissen, die um sie herum passieren. Sie spüren Heimlichkeiten, die sie nicht schützen, sondern eher Angst auslösen. Mit Kindern zusammen durch die Trauer zu gehen, verbindet und schafft Vertrauen. Kinder brauchen Abschiede. Es kann sehr hilfreich sein, wenn Kinder den Verstorbenen noch einmal sehen und anfassen können, damit sie begreifen dürfen, was “tot sein” bedeutet. Werden Kinder ausgeschlossen, wird ihnen eine wichtige Ressource zur Verarbeitung von Verlusten genommen. In einem den Vortrag begleitenden Video kommen Kinder zu Wort. Es wird im Vortrag veranschaulicht, wie man Kinder, in ihrer Trauer hilfreich unterstützen kann.

 

Referentin: Sarah Benz , Musikerin, Trauerbegleiterin, Notfallseelsorgerin, Projekt Sarggeschichten  

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